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Kalkwerke H. Oetelshofen GmbH & Co. KG

Gesicherte Standards für die IT-Infrastruktur

Das Unternehmen

Für zahlreiche Anwendungen bilden Kalkstein und Branntkalk die Grundlage: Eisen und Stahl, Glas, Papier und Kunststoffe sowie Häuser, Straßen, Schienenwege, frische Luft, Trinkwasser, Lebensmittel und Arzneien.

Seit dem Jahr 1900 baut die Firma Kalkwerke H. Oetelshofen im Steinbruch Osterholz im Westen von Wuppertal Kalkstein ab und veredelt diesen zu hochwertigen Branntkalk- Produkten.

Aufgaben & Ziele

Die Kalkwerke H. Oetelshofen betreiben zwei große Ofenanlagen sowie verschiedene Hilfs- und Nebenaggregate zum Brennen von Kalk und Zerkleinern von Kalkstein. Die Produktion findet 24 Stunden am Tag und auch an Wochenenden statt – daher muss rund um die Uhr ein reibungsloser Betrieb garantiert werden.

 

Die Anlagen werden mithilfe der Visualisierungssoftware ControlMaestro überwacht und teilweise gesteuert. Die Überwachung findet hauptsächlich in einer zentralen Leitwarte statt. Auf einem Areal von 1,15 km² sind über das ganze Werk verschiedene Bedienstationen verteilt. Die technische Herausforderung ist, diese verschiedenen Standorte miteinander zu vernetzen und die entsprechenden IT Systeme hochverfügbar bereitzustellen. Dies stellt hohe Ansprüche an die Netzwerkinfrastruktur sowie an das Personal bezüglich Konfiguration und Wartung der vorhandenen Hardware. Bei der Auswahl der IT Komponenten musste zudem den teilweise rauen Umgebungsbedingungen Rechnung getragen werden.

 

Zu Projektbeginn waren die insgesamt 17 ControlMaestro Stationen auf jeweils eigenen Rechnern im ganzen Werk verteilt. Die Vernetzung der IT Systeme basierte auf einem Konzept ohne automatische Backuplösung und Redundanz der Systeme.

Im Zuge der Konzepterstellung und der ersten Implementation wurde festgestellt, dass die vorhandene Netzwerkinfrastruktur beachtliches Verbesserungspotential aufwies. Bisher lag keine Netzwerktrennung oder -strukturierung vor, was zum einen Zugriffsprobleme verursachte und zum anderen auch eine Sicherheitslücke darstellte.

Die Firma emation, die schon durch die Einführung der Melde-, Bedien- und Visualisierungssoftware ControlMaestro sowie des Energiemanagementsystems e3m als langjähriger Geschäftspartner tätig war, wurde damit beauftragt, die vorhandene IT Infrastruktur zu modernisieren und damit zu optimieren.

Die Realisierung

Es wurde ein Konzept für den Betrieb der 17 SCADA Stationen entworfen, welches auf einem hochverfügbaren und redundanten Data Center mit virtualisierten Servern basiert. In diesem Zuge wurde außerdem die Betriebsdatenerfassung auf ein zentrales und datenbankgestütztes System umgestellt. Die Umgebung ist zusätzlich mit On- und Offsite-Backups abgesichert.

 

In den dezentralen Bedienstationen sowie der Leitwarte wurde der Zugriff auf das System durch kostengünstige und fernwartbare Thinclients abgelöst. Die neue Infrastruktur ist dadurch zentral verwaltbar und unabhängig vom Endgerät jederzeit verfügbar. Für die Organisation der Server wurde eigens ein neuer Serverraum mit optimalen klimatischen Bedingungen konzipiert.

 

Im Zuge der Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur wurden die Knotenpunkte komplett neu mit moderner Glasfasertechnologie verkabelt. Den Kern des neuen Netzwerkes bilden redundante Core Switches, die untereinander mit 20 Gigabit verbunden sind. Das vorher vorhandene Netzwerk wurde in verschiedene Sicherheitsbereiche segmentiert und wird durch eine ebenfalls redundante Firewall geschützt. Die Sicherheit und auch die Schnelligkeit der Datenübertragung erhöhte sich damit maßgeblich.

 

Teilweise neue und staubdichte Netzwerkschränke ermöglichen den Einsatz von kostengünstigerer Hardware, ohne Performance oder Lebensdauer zu verlieren. Das vorhandene alte Netzwerk wurde so umgebaut, dass es als zusätzliches Backup dient, falls Teile des neuen Netzwerkes ausfallen sollten.

 

Das Projekt startete 2016 und wurde 2019 fertiggestellt. Die Umgebung umfasst aktuell 40 virtuelle Maschinen mit einer verfügbaren Kapazität von: 201,6 GHz CPU Leistung, 360 GB RAM und ca. 10 TB Festplattenspeicher. Das Netzwerk umfasst: ca. 300 Teilnehmer, 30 Switches, 10 logische Netzwerke und 4 Firewalls. Es werden ca. 25000 visualisierte Werte, teilweise im Millisekunden Bereich dargestellt.

Mit der neuen Infrastruktur erreichen die Kalkwerke H. Oetelshofen die sichere Verfügbarkeit ihrer Systeme mit erhöhtem Schutz vor Betriebsausfällen, was nicht nur dem Unternehmen, sondern auch den Kunden zugutekommt. Die Firma emation ist heute Ansprechpartner für die strategische Ausrichtung der gesamten Unternehmens-IT.

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